Wertbestimmung

Die untenstehenden Kriterien werden von ausgebildeten Fachleuten ermittelt.

Das Gewicht

Das Gewicht von Diamanten wird in Karat berechnet. 1 Karat entspricht 0,2 Gramm.  

Die Farbe

wird bei weißen Diamanten vom farblosen bis zum getönten Weiß mit dem Alphabet bestimmt; beginnt aber mit dem Buchstaben „D“ für Diamant:

River D = hochfeines Weiß plus ist die seltenste und wertvollste Farbe, dann folgen
River E = hochfeines Weiß,
Top Wesselton F = feines Weiß plus,
Top Wesselton G = feines Weiß,
Wesselton H = Weiß

Dann folgen mit getöntem Weiß immer stärker gelblich gefärbte Weißtöne bis "Z".


Die Reinheit

Alle natürlichen Diamanten haben in ihrem Inneren, ab einer gewissen Vergrößerung, Unreinheiten oder kleine Risse. Ist ein Diamant bei 10-facher Vergrößerung ohne Einschluß gilt er international als lupenrein. Lupenreine Diamanten sind selten und werden auch mit loupe-clean oder if (internally flawless) gekennzeichnet. Danach folgen:

vvs = sehr, sehr kleine Einschlüsse (very, very small)
vs = sehr kleine Einschlüsse (very small)
si = kleine Einschlüsse (small inclusions)
P1 – P3 mit bloßem Auge sichtbare Einschlüsse

 Foto: Prof. Hermann Bank


Der Schliff

Hier ist die Kunst des Edelsteinschleifers gefragt, und seine Arbeit wird mit
exzellent
sehr gut
mittel oder
schwach bewertet. Ebenso wie der Schliff werden die Proportionen und die Symmetrie des Schliffs beurteilt. Alle drei Aspekte werden gleich bewertet.

 Diamanten werden in sehr unterschiedlichen Formen geschliffen. Dabei ist der sogenannte Brillantschliff der häufigste. Seine 57 Facetten werfen das einfallende Licht am gebündeltsten zurück.

Andere Schliffe sind ebenso attraktiv, was der Leser anhand der beigefügten Bilder selbst beurteilen kann: Geschmack ist zum Glück individuell.

     
Fotos: De Beers

oben: Brillantschliff, von links nach rechts: Ovalschliff, Navetteschliff, Treppenschliff, Tropfenschliff